vorige Seite Homepage nächste Seite

Sparen und Anlegen

Geld erst dann auszugeben, wenn man es hat, ist etwas aus der Mode gekommen. Die Politik macht es uns leider nicht besser vor. Geld vorher „zur Seite legen“ ist aber unbedingt einem Kredit vorzuziehen!

Die geläufigsten Ablageformen sind:

Sparbuch oder Sparcard: Alt, aber immer noch sehr beliebt, dient es nur dazu, Geld einzuzahlen, um es bei Bedarf mit kleinen Zinsen wieder abzuheben. Überweisungen vom Sparbuch sind nicht möglich, wohl aber Überweisungen auf das Sparbuch. Beträge oberhalb eines Grenzbetrages (etwa 2000 Euro) müssen vorher gekündigt werden, sonst werden die Zinsen gestrichen.

Vorteil: Kleine Zinsen und Sicherheit sind garantiert, Beträge bis 2000 Euro können jederzeit abgehoben werden.

Nachteil: Man muß zur Bank hingehen, um abzuheben. Jeder, der das Sparbuch vorlegt (auch ein Dieb!) kann das Geld bekommen. Tip: Ist das Sparbuch weg, sofort die Bank informieren und sperren lassen sowie weitere Anweisungen dort einholen! Die Zinsen sind auch eher gering.

Festgeld: Beträge oberhalb einer Untergrenze, die die Bank vorgibt (zum Beispiel 2500 Euro) werden von der Bank „festgelegt“, das heiß man bekommt sie erst wieder, wenn die festgelegte Zeit abgelaufen ist. Dafür gibt's aber etwas höhere Zinsen!

Tagesgeldkonto: Ein Konto mit jederzeit verfügbarem Geld und für jeden Tag gleich Zinsen ist eigentlich das komfortabelste, was es gibt. Die Zinsen sind nicht übermäßig, aber Geld und Zins sind sicher. Man sollte bei seiner Bank gezielt danach fragen! Einziger Haken: Zinsen gibt es häufig erst ab einem Mindestbetrag, der drauf sein muß.

Lebensversicherung: Geldanlage mit Ausschüttung am Ende einer langen Laufzeit, oder vorzeitig bei Tod. Das ist eine Sache für Leute mit Geduld und wenn man seine Angehörigen absichern will. Nach einer vereinbarten langen Zeit der Einzahlung von monatlichen Raten („Prämien“) - meist 12 - 30 Jahre - bekommt man Geld und Zinsen. Die Endauszahlung ist dann recht hoch, aber aufpassen: Wenn man nachrechnet schneiden oft andere Anlageformen weit besser ab. Geldeanlage plus Versicherung getrennt abgeschlossen kann weit günstiger sein, als ein solches „Mogelpaket“, was vor allem der Versicherung und dem Vermittler Geld bringt. Ist Ihnen auch schon mal aufgefallen, dass Vermittler von Lebensversicherungen und sogenannte „Schmeißfliegen“ sich irgendwie sehr ähnlich verhalten?

Investment in Wertpapieren

Wertpapiere, Aktien, Zertifikate: Damit „machen“ die Banken selbst einen Großteil ihres Geldes. Vorsicht, wenn man sich damit nicht auskennt! Zwar ist damit - gewußt wie - das meiste Geld zu verdienen, aber auch zu verlieren! Wenn sie also beispielsweise nicht wissen, wie sich Optionsscheine vom Typ CALL auf Basis der XYZ-Aktie, emmitiert von der XYZ-Bank mit einem Basispreis von 180 Euro und einem Bezugsverhältnis von 10:1 und einer Laufzeit bis zum Verfallstag 20.12.2007 verhalten werden, dann lassen Sie unbedingt die Finger davon! Wenn Sie aber bereit sind, das betreffende Wissen gründlich zu erlernen und langfristig Erfahrungen zu sammeln, auch Verluste („Lehrgeld“) einkalkulieren können, dann fangen Sie klein an und werden Sie langsam besser. Dann können Sie sogar mal „das schnelle Geld“ machen, aber nur, wenn Sie das wirklich können und durchschauen! Jahrelange Erfahrung ist sehr ratsam.

Investmentfonds: Hier verwalten Profis Werpapiere in einem „Topf“. Sie können Anteile an dem „Topf“ erwerben. Auch hier besteht das Risiko des Verlusts, bis zum Totalverlust, wenn die Manager „pleite“ machen. Allerdings ist hier das Verhältnis von Risiko und Gewinnchance unter strenger Aufsicht des Gesetzgebers am besten. Lassen Sie sich beraten, wie man - am besten durch ratenweise Einzahlung über Jahre - langsam aber sicher Vermögen aufbaut. Gute Fonds sind ablesbar erfolgreich und bringen langfristig (selten kurzfristig!) weit mehr Ertrag, als Anlagen mit Zinsen. Es gibt auch fondsgebundene Lebensversicherungen, die Versicherung und Investmentfonds kombinieren. Auch hier Vorsicht: Der Vermittler verdient auch ganz ordentlich daran.